Donnerstag, 22. November 2012

Das Ende


Ich bin zwar schon geflogen, aber um auch den Blog zu aktualisieren noch ein paar Zeilen zu meiner letzten Zeit in Neukaledonien.
Am Samstag ging es auf Souvenir-hunting in die Stadt. Dort durfte ich noch ein letztes Mal die "Local Stars" in der Music-Szene genießen:

Weil ich mich am Sonntag nicht langweilen wollte und niemand sonst Zeit hatte ging es noch einmal spontan zu Phare Amédée zum tauchen. Dieses Mal haben wir keine großen Tiere gesehen, aber viele kleine bunte Fische und ich hatte mal wieder das Gefühl in einem Aquarium zu seinJ Deshalb gibt's Bilder vom Phare:




Am Montagabend wurde mein Abschied betrauert und auf den letzten Drücker habe ich es noch geschafft Krebse zu essen. Leider keine "Crabes de Cocotier", war aber trotzdem total lecker. Selbst gekocht, mit selbst gemachter Majo:D

Und schließlich ging es am Dienstag sehr sehr früh (Taxi kam um 5:20h) zum Flughafen und es ging, mit letzten wunderschönen Aussichten, Richtung Sydney.
die Insel

die Lagone (da unten war ich tauchen! :D )

irgendwo mittig zwischen Neukaledonien und Sydney im Meer

Hier in Sydney lasse ich es mit weiterhin gut gehen, aber das wird ein eigener Eintrag.

Mein Erasmus war soooo schön:) Nur um das nochmal gesagt zu haben...

Mittwoch, 14. November 2012

Tauchschein

In der letzten und in dieser Woche habe ich etwas gemacht, was ich vor dem Abflug auf diese Insel noch wehement abgelehnt habe: Einen Tauchschein!
Angefangen hat alles ganz harmlos. Da ich auf der Insel-Tour ja zu müde dafür war, habe ich mich Sebastian und Julian angeschlossen, die ihr "baptême" am Phare Amédée gebucht hatten. Ein batême ist der erste Tauchgang überhaupt, es ging auf 5m runter und wir haben uns die Korallen im Bojenfeld angeschaut. Es geht eher darum zu testen, wie man reagiert, wenn man plötzlich unter Wasser atmen kann:)
Danach war es um mich geschehen! Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich unbedingt nochmal wollte. Weil ich meine Begeisterung wohl relativ deutlich kund getan habe und mich beim baptême auch nicht ganz blöd angestellt habe durfte ich schließlich mittags noch mit den "echten" Tauchern mit.

Tauchgang 2: Wie es das Glück so wollte, waren die anderen Taucher viel besser als ich und ich hatte einen Tauchlehrer für mich alleine. Nach einem kurzen Panik-Anfall waren wir dann ein bisschen in den Korallen "spazieren". Die Unterwasser-Welt hat auch schon einiges zur Schau gestellt:  einen Leoparden-Rochen, gleich 3 Weißspitzen-Riffhaie, eine Schildkröte die sich streicheln ließ und einen Steinfisch. Auf letzteren bin ich besonders stolz, weil ich ihn entdeckt hab :D Leider war keine Kamera dabei.

Tauchgang 3: Am Dienstag ging es dann wieder raus zur Insel, wo ich einen "Mitschüler" bekommen habe. Alles weitere haben wir dann immer zu zweit mit einem Lehrer gemacht. Morgens standen Übungen an: "Wie bekomme ich das Wasser aus meiner Brille?" "Wie benutze ich meine Weste (Luft rein, raus)" und im Zusammenhang damit "Wie bleibe ich auf der selben Höhe im Wasser?" Anschließend noch ein bisschen die Welt da unten begutachten (wieder Haie zu sehen, ich weiß aber nicht, welche) und dabei versuchen mit seiner Luft sparsam umzugehen. Noch verbrauchen wir Anfänger drei mal so viel Luft wie unser Tauchlehrer^^

Tauchgang 4: Nach dem Mittagessen wurden wir dann ein wenig geschockt: Es sollte in ein Wrack gehen. Und ach ja: Wir sollten dort dann doch bitte auf die Feuerfische aufpassen, die Stechen, wenn man ihnen zu nahe kommt und deren Gift tue ziemlich weh, sei aber nicht tödlich. Wir gingen beide mit großen Respekt an die Sache aber letztlich war es absolut toll. Wohlgemerkt ist es ein Wrack, was absichtlich zum Tauchen dort versenkt und entsprechend fixiert wurde. Dieses mal gab' es jemanden mit Kamera:


Feuerfisch

Tauchgang 5: Weiter ging'sam  Mittwoch, erneut zu einer anderen Stelle. Dort bot das Aquarium Phare Amédée dann das volle Programm: Erneut Haie, mehrere Arten, eine Riesenschildkröte, Adler-Rochen und zur Krönung noch ein Manta-Rochen. Einfach ganz genial und wunderschön! Videos gibt's zu Hause zu sehen:)




Tauchgang 6: Dieser letzte Tauchgang war dann nicht ganz so glücklich, nach dem Abtauchen war ich erstmal alleine. Links niemand, rechts niemand, hinter mir Korallen, vor mir niemand und über mir auch niemand... Geschuldet war diese Tatsache einem Missverständnis eines anderen Tauchers, der sich der falschen Gruppe angeschlossen hat, anstatt mit mir zu warten. Ich wurde dann zwar äußerst schnell von einer anderen Tauch-Gruppe und dann auch von meiner eigenen wieder gefunden aber mein Luftverbrauch war da schon rapide angestiegen;). Die Übungen haben dann auch nicht mehr so gut geklappt. Nach dem Auftauchen schaut mich mein Tauchlehrer nur breit grinsend an und meint "Mit deiner Panik unter Wasser bist du doch aber ganz gut umgegangen". Immerhin... Zu sehen gab' auch nicht viel, leider.
Aber letztlich war ich dann froh, wieder zurück zu sein und musste erstmal laaaange schlafen, weil das anstrengender ist, als ich dachte!

Wenn der Briefträger jetzt meine Adresse findet bin ich bald stolzer Besitzer eines Tauchscheins "Niveau1 ANMP" :) So schnell kanns gehen^^ Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Freitag, 9. November 2012

Endlich mal wieder Tiere statt Pflanzen :)

In der letzten Woche hab' ich mich sehr sehr gefreut mal wieder mehr die Tierwelt, als die Pflanzenwelt in NC zu beobachten:

Ilot Signal
Letzte Woche ging es wieder zum "Sonntags-Insel-Ausflug". Dieses Mal die Ilot Signal, etwa 25 Taxi-Boot-Minuten vor Nouméa. Los ging's in den frühen Morgenstunden, so dass wir schon gegen 7 Uhr auf der Insel waren. Dort bot sich uns ein interessantes Schauspiel: Circa 10m vor dem Strand ist immer wieder eine markante, dreieckige Rückenflosse aufgetaucht, manchmal auch noch die Schwanzflossse dazu: Ein Hai beim frühstücken! Aus sicherer Entfernung, mit trockenen Füßen wirklich spannend, das mal zu sehen.
Nachdem wir ihn dann aber schon eine Weile nicht mehr gesehen hatten hat sich der erste ins Wasser getraut und ein bisschen in Strandnähe treiben lassen. Und los ging's wie im schlechten Film: Eine Person im Wasser, Gesicht zu der Gruppe (wir) am Strand. Plötzlich taucht wieder die dreieckige Rückenflosse hinter dem Schwimmer auf, mit Kurs auf ihn. Wir haben ihn versucht zu warnen, unser Kamerad im Wasser dachte leider, dass wir uns nur lustig machen. Der Hai hat dann aber wohl gemerkt, dass das kein großer Fisch, sondern zäher Mensch ist, oder er hatte keinen Hunger mehr oder war nur neugierig und hatte fertig geschaut. Jedenfalls ist er dann zum Glück abgedreht... Der Schwimmer hat uns schließlich doch noch geglaubt, den Hai noch gesehen und hatte dann erstmal genug vom Schwimmen:)
Da Haie nur früh morgens und spät abends jagen kann man über Tag völlig gefahrlos ins Wasser gehen und schnorchlen. Wir konnte dann noch eine Schildkröte bewundern und einen Trico Rayé (Schlage) im Wasser beobachten.

Parc Zoologique et Forestier
Das ist eine Art Tierpark, wo sowohl die Flora als auch die Fauna Neukaledoniens leicht zu bestaunen ist. Den habe ich am Dienstag besucht. Es ist ein kleiner Trockenwald angelegt sowie Tierkäfige. Ich habe mich vornehmlich letzteren gewidmet, Wälder aller Art in Neukaledonien habe ich jetzt schon oft in echt gesehen:) Da ich alleine unterwegs war, habe ich mir viel zeit gelassen und ein paar Schnappschüsse der Tiere zu machen. Die folgenden sind alle endemisch, also ausschließlich auf Neukaledonien vorkommend, und sonst nirgends auf der Welt:

Los geht's gleich mit einer "Berühmtheit" der Insel, der Notou. Die größte auf Bäumen lebende Taube der Welt:

Der "pigeon vert" ("die "grüne Taube"), die schönste Taube Neukaledoniens:


Die "Perruche de la chaîne":

Diese netten grünlichen Vögelchen tragen den passenden Namen "Lunette" (Brille):

Nun folgen ein paar Bilder von Vögeln, von denen ich nicht weiß, ob sie endemisch sind sowie Vögel, die es auch sicher wo anders gibt:





Und das Beste zum Schluss: TATATADAAAA: Der Kagou! Der wurde schon einmal in meinem Blog erwähnt: "der Vogel, der nicht fliegt", endemisch und das Wappentier Neukaledoniens. Was der Kiwi den Neuseeländern, das ist der Kagou für die Neukaledonier:



Samstag, 3. November 2012

Rundreise durch Neukaledonien

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder mit ganz viel neuen tollen Erlebnissen und Bildern. Es wird ein relativ langer Blogeintrag, also stellt schon mal Tee und Lebkuchen (gibt's doch bestimmt schon;) ) bereit!

Gestern sind Sebastian, Julian (ein Kumpel von Sebastian) und ich von unserer "Tour de la Nouvelle-Calédonie" zurück gekommen, bei der wir die Insel in 7 Tagen umrundet haben. Um das ganze zu verdeutlichen gibt es wieder eine Karte (man bemerke den Fortschritt im Vergleich zu den letzten Karten):

Die Farben stellen die einzelnen Tage da, wobei wir manche Straßen eben auch zurück gefahren sind, dort mischen sich leider die Farben.
Aber gut. Los geht der Bericht schon vor dem Start der Tour:

Tag -1: Einen Tag vor der geplanten Abfahrt haben wir unser Leihauto abgeholt und es ging auf Großeinkauf, man weiß ja nicht wie gut und wann man im Norden der Insel an Essen kommt. Beim allerletzten ausparken ist uns leider die Frau vom Parkplatz gegenüber an unser Auto gefahren. Immerhin hat sie gleich eingesehen, dass es ihre Schuld ist. Trotzdem musste der "Europäische Unfallbericht" ausgefüllt werden. Ein äußerst dämliches Dokument wie sich später noch herausstellen soll. Dieser wurde vor Ort nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt und nach einem Telefonat mit der Autovermietung sollten wir den Bericht "nur noch schnell am nächsten Morgen abgeben".
Danach lagen meine Nerven eigentlich schon blank, mir ist 1) noch nie jemand ans Auto gefahren, wir wussten alle drei nicht, was zu tun ist, 2) erst recht nicht, an einen Mietwagen und 3) schon gleich gar nicht in Frankreich! Der einzige Hoffnungsschimmer: Die Schuldige ist bereit alles über ihre Versicherung laufen zu lassen.

Tag 0: Wie die Zählweiße schon ankündigt: Es war nicht ein "kurz den Bericht abgeben und dann los fahren". Die Dame von der Vermietung hat sich nämlich diesen Unfallbericht angeschaut und festgestellt "ein kleines Kreuz zu viel wurde gemacht, weshalb die Versicherung wahrscheinlich entscheidet, dass wir zur Hälfte Schuld sind" und damit auch die Hälfte zahlen müssen. Völlig egal, was wer sagt und wer die Schuld eingesteht... Also musste der Bericht noch einmal ausgefüllt und von allen Parteien unterschrieben werden... Die Abfahrt verschob sich also um einen Tag um nachmittags die neue Unterschrift der Gegenpartei einzuholen. Immerhin: Jetzt habe ich gelernt 1) was zu tun ist, wenn jemand an mein Auto fährt, 2) selbst wenn es ein Mietwagen ist, 3) auf was es bei diesem Bericht ankommt (die Kreuzchen und die Zeichnung!) und 4) alles aus französisch. Vor 4 Monaten war ich schon froh, wenn ich nicht Weichspüler, sondern wirklich Waschpulver gekauft haben... Man wächst mit seinen Aufgaben;) Ob wir zahlen müssen oder nicht, wissen leider immernoch nicht.

So, jetzt aber:
Tag 1: Nach einem weiteren morgendlichen Abstecher bei der Autovermietung um den neu ausgefüllten Unfallbericht dieses Mal wirklich "nur kurz abzugeben" und dem Kauf eines dritten "High-End-Schnorchel-Sets" geht's raus aus der Stadt. Wir beginnen mit der Westküste und lassen erstmal viele Kilometer zwischen uns und Nouméa.
Stopp 1: Voh. Es ist erst circa 13 Uhr und um die pralle Sonne zu vermeiden geht's ins Kaffeemuseum, welches nicht größer ist als ein Raum, aber trotzdem schön gemacht. In Neukaledonien wird nämlich auch Kaffee angebaut und wie ich hier erfahre sogar sehr guter. Den kann man in Nouméa leider nicht kaufen^^ Deshalb haben wir uns vor Ort eine Tasse gegönnt und ich konnte nicht anders und habe auch geshoppt.
Bekannt ist Voh aber für etwas anderes: Dort befindet sich nämlich das "Coeur de Voh". Das ist ein Herz, dass die Mangroven zufällig geformt haben. Es ist bekannt geworden, seit Yann Arthus-Bertrand es als Titelbild für sein Buch "Die Erden von oben" gewählt hat. Da der Helikopter-Flug das Budjet übersteigt, haben wir mit der Wanderung auf einen Aussichtspunkt vorlieb genommen. Die Fotos sind nicht ganz so schön, wie das im Buch, aber man erkennt es trotzdem:

Man erkennt leider auch, dass es schon wesentlich weniger deutlich ist, als es mal war. In ein paar Jahren wird es vielleicht nicht mehr zu sehen sein... Um es mit den Worten von Sebastian auszudrücken "seen it, been there, got the t-shirt".
Um noch ein bisschen Strecke zu machen ging es dann noch weiter bis Koumac, wo wir die Nacht verbrachten. Die Schnacken-Attacken während des Zelt-Aufbauens waren eindrucksvoll und ab sofort trage ich bei Dämmerungseinbruch nur noch Turnschuhe!

Tag 2: Auf geht's in den hohen Norden! Die Landschaft wird einsamer, die eingezäunten Grundstücke größer. Land scheint hier wenig zu kosten. Immer begleitet werden wir von den Hügeln in der Ferne. Insgesamt ist die Westküste für uns eine Mischung aus Outback mit Cowboy-Flair und ein bisschen Jurassic Park.



Mittagspause an einem Strand, der absolut betrachtet bestimmt wunderschön war, relativ zu den gesehen Stränden jedoch eher durchschnittlich. Trotzdem hatte ich Gelegenheit nochmal Fotos der hießigen Unterwasser-Welt aufzunehmen, ohne meine Kamera zu gefährden:


lustig geringelte Fische
der war etwa so groß, wie 2 Hände
Weiter geht es in den Norden. Die geteerten Straßen hören auf, es gibt nur noch weiße Schotterpisten. Der nördlichste Punkt Neukaledoniens (Pointgame) fühlt sich wirklich nicht so an, weil im Hintergrund direkt wieder Inseln kommen. Also wieder ein "seen it, been there, got the t-shirt":


Hier habe ich auch dieses Foto aufgenommen, was exemplarisch für den wirklich schlechten Umgang der Neukaledonier mit ihrer Insel steht: Müll jeglicher Art (viele Waschmaschinen) wird einfach irgendwo (nur weit weg der eigenen Behausung) abgeladen, anstatt umweltgerecht entsorgt...


Ebenfalls erwähnenswert sind die "4x4", rießige Autos wie man sie aus den USA kennt. Spritfresser sondergleichen, aber in Neukaledonien absolut in Mode. Jeder hat so ein Ding und die fahren damit wirklich ganz furchtbar! Wer einen im Rückspiegel sieht, fährt lieber gleich langsamer und etwas an den Rand, das macht das übholt-werden sicherer;)


Nachmittags kommen wir dann im "relais de Pointgame" an, welches erstaunlich voll ist. Sicher 20 Zelte sind auf dem Campingplatz. Von vielen Seiten wurde uns bereits empfohlen die tolle Küche dort zu probieren. Es gibt jeden Abend ein Menü und wir gönnen es uns:

Apéritif: Cocktail der aussieht wie Sangria, aber die Caipi schmeckt
Vorspeise: Kürbissuppe mit Krabben-Schaum
Hauptspeise: Span-Reh (sieht schon witzig aus;) ) mit Kartoffel-Schnitzen, Salat, Kochbananen und Seegras. 
Nachspeise: Banen-, Mango-, Papayasalat mit Vanillesoße
Digestif: Zitronengras-Tee

Aus der Nacht lerne ich: Zelt nächstes Mal im Schatten aufstellen, wenn ich länger als bis 6 Uhr morgens schlafen will...

Tag 3:


Nach einem morgendlichen Bad im Meer, einer freiwilligen erfrischenden kalten Dusche und keinem so guten Frühstück ging es wieder "on-the-road". Nocheinmal ist Outback-Feeling zu genießen und schöne Aussichten sind zu bestaunen:

Auf dem Weg haben wir spontan eine kleine Wanderung durch den Dschungel eingebaut. Die "Kraxelei" wurde mit einer schönen Aussicht belohnt.


ein weiterer Ausflug in die spannende Tierwelt:) Bitten zoomen!


In Neukaledonien wurde eine Flora bewahrt, die teilweise noch aus der Zeit der Dinos kommt. Dies ist ein Beispiel: Heutige Pflanzen bilden ihre Blätter immer paarweise, gegenüber voneinander. "Dino-Pflanzen" bilden Blätter wie eine Spirale:

Es geht über eine "Travers" an die Ostküste. Da es hier viel mehr regnet sieht es ganz anders aus. Viel grüner! Die Straße bis Hienghène führt uns durch viele Tribus. Links das Meer, rechts das Gebirge. Die Landschaft ist "wild-romantisch". Wir nutzen auch den letzten bleibenden "bac" von Neukaledonien, eine Art mini-Fähre, 24/7, kostenlos über einen Fluss.


hier ging's rüber mit dem "bac"
Wenn die Leute schon nicht wirklich recyclen, so haben sie doch manchmal noch sinnvolle Dinge mit kaputten Electrogeräten gemacht. Ich bin großer Fan von den vielen verschieden Briefkästen, die aus so ziemlich allem hergestellt werden: alte Rohre, Kisten aber auch Schiffsmotoren und Mircowellen. Hier einer meiner Favourits:


Die Ostküste Neukaledoniens gehört zu Tsunami-gefährdetem Gebiet, worauf auch ziemlich oft hingewiesen  wird:

Angekommen in Hienghène wird dann auch gleich der wichtigste Touri-Punkt gecheckt: Die "poule" (Henne) und die "Sphinx" von Hienghène. Steinformationen. Die poule beschützt schon seit Jahrhunderten die Bucht und die Kanaki vor bösen aus dem Meer.

poule

Sphinx
Unser camping hat leider schon wieder keine Kochmöglichkeit also schon wieder ein "kärglich Mahl", aber was solls. Die Nacht über regnet es "was es kann". Es "schüttet aus Kübeln". Weltuntergangsstimmung. Das Zelt der Jungs ist ruck-zuck unbewohnbar, weil überflutet. Meins bleibt weitgehend dicht :D

Tag 4: Nach der furchtbaren Nacht meiner Mitreisenden ("Wir haben nicht viel geschlafen, aber immerhin ganz schön schlecht") verbringen wir einen sehr entspannten Tag. Nach einer Stunde im Touri-Office sind wir gezwungen Mittagspause zu machen, weil das alle anderen auch machen:
"Gibt es einen Bäcker?"
-"Ja, aber der hat schon zu, alles verkauft"
"Gibt es einen Supermarkt?"
-"Ja, aber hat Mittagspause"
"Wie siehts aus mit Kanu-Verleih"
-"Ja, macht aber Mittagspause... und ach ja: Ich mach' jetzt auch Mittagspause, also raus!"

Tag 5: Aufstehen zur unchristlichen Zeit 5:30! Abfahrt 6 Uhr, denn da macht der Bäcker auf... tat er nicht! Wir haben vergessen: 6 Uhr heißt ja hier noch lange nicht 6 Uhr. Am Ende dann aber doch mit Baguette und gut gefrühstückt lade ich die Jungs zu ihrer Wanderung ab und widme mich meiner Tagesaktivität: Ausreiten mit einem Kanak als Führer. Morgens ging es durch die Tribus, ich hab' viel über die Kultur und Lebensweiße der Kanak erzählt bekommen (die haben teilweiße immernoch keinen Strom) und viele Pflanzen neu kennen gelernt oder zum ersten Mal live gesehen. So Litschi-Bäume zum Beispiel. Oder eine Kaki probiert. Es ging auch zwei Mal durch einen Fluss. Nachmittag gings dann ein bisschen in unbewohntes Gebiet um weiter Früchte zu probieren *miam*. Eine Frucht war folgende, von der ich keine Ahnung habe, wie sie heißt. Schmeckt ein bissschen wie Ananas:


der Kanaki-Führer

irgendwo im Busch;)
War das schön, mal wieder zu reiten:D
Abends wollten wir dann einfach mal wieder besser essen. Also kochen auf dem Feuer (sowie Schuhe und Socken trocknen):

Tag 6: Wieder ein Fahrttag. Eigentlich wollten wir nur bis Pointdimier, weil ich dort Tauchen wollte. Aufgrund von Übermündung wurde das dann abgesagt. Weil wir uns nicht einig wurden, was wir mit unserem letzten Tag anfangen der Masterplan: Wir machen einfach alles:) Dazu sind wir erstmal noch bis Bourail (wieder an der Westküste) gefahren und haben dort gecampt. Hier ist das Land der Cowboys von Neukaledonien.

Tag 7: Unser Mammut-Tag beginnt mit der Abfahrt vom Campingplatz um 7 Uhr früh. Erstes Ziel: Die "drei-Buchten-Wanderung" in Bourail selbst.
Bucht 1

La roche percée (der durchdrungene Stein)

Bucht 2 "La baie des tortues" (die Bucht der Schildkröten)

Bucht 3 "La baie des amoureux" (die Bucht der Verliebten)
Weiter geht's zu einer Wanderung im "Parc des grandes fougères" (Park der großen Baumfarne):

Um schließlich über die "route à horaire" (wieder Ostküste, auf der Karte in Hellblau)...



... wieder zurück nach Nouméa - Nouville "Heim" zu kommen.

Anstregend war's! Sehr sehr schön war's! :)