Hallo ihr Lieben,
bevor ich gänzlich in meine Ferien starte und wieder tolle Dinge mache, berichte ich noch mal von meiner letzten Woche. Genauer gesagt vom Wochenende:
Freitags haben wir den Geburtstag von einem der Mitbewohner hier gefeiert. Sehr gebührend am Strand, mit Feuer, Gegrilltem und Meeresrauschen. Vielleicht schau' ich mir das für meinen Geburstag einfach ab:)
Nachdem ich sehr erfolgreich bei Intersport (zufällig) zum Ausverkauf war und jetzt im Besitz einer gemütlichen Isomatte, eines warmen Schlafsacks und eines Zeltes bin, ging es dann am Samstag auf zum Zelten. Fünf Minuten vor Abfahrt kamen dann noch einige Missverständnisse auf ("Wie, ich muss alle meine Sachen erst zum camping tragen, weil man da nicht hinfahren kann?" und "Wie, in meinem Auto haben schon alle eingekauft nur ich hab nichts zu essen und wir haben keine Zeit mehr?"), aber mit einem geliehenden Rucksack und dem Versprechen, dass das andere Auto auch Essen für mich einkauft konnte schließlich gestartet werden (und ich hab wirklich lecker gegessen und gelernt, dass man nie zu wenig Kekse auf solchen Touren haben kann).
Mit dem Auto ging eine Stunde land raus aus der Stadt und rauf auf einen Berg. Ziel war die Rieivère Bleue (Blauer Fluss), die umgeben ist von einem Naturreservat. Wir haben uns dort in die Fahrrad- und die Wandergruppe geteilt, ich war wandern. Zwischen uns und unserem Camping-Platz lagen circa 15km, die wir sehr entspannt mit einer langen Mittagspause und einem "Goutée" (ähnlich wie Kaffe+Kuchen in Deutschland, es gibt eine Kleinigkeit zu essen gegen 4 Uhr) in 4 bis 5 Stunden gelaufen sind. Der Rückweg war ähnlich.
Der Park ist wunderschön. Unsere Mittagspause haben wir mitten in einem recht feuchten Wald verbracht und wir wurden von gleich drei Cagous besucht. Das sind endemische Vögel, die nicht fliegen können und das Wappentier von Neukaledonien sind. Bilder gibt's bald auf Facebook oder einfach mal "Kagou" googlen. Die Vögel leben dort im Reservat wild. Sehr schön, sie zu sehen. Außerdem haben wir mehrere "Noutus" gesehen, ebenfalls endemische Vögel. Sie gehören zu den größten Taubenarten der Welt, sind schwarz und ihr Ruf klingt ähnlich wie ein Didgeridoo. Und nicht zuletzt tummelten sich am Wegesrand jede Menge kleine fleischfressende Pfalzen und auf einem Seitenweg haben wir eine gesehen die größer war, als meine Hand.
Genauso beeindruckend ist die Vegetation hier. Auf unserem Weg änderte sie sich etwa ein mal pro Stunde sschlagartig. Vom trockenen Wald bis zu ganz ganz feuchtem Wald, von überwiegend kleinen Sträuchern bis hin zu rießigen Bäumen. Auf einem Seitenofad ist man eine Stunde immer weiter nach oben gestiegen und hat 3 verschiede Arten Wald durchquert. Sehr beeindruckend:)
Last but not Least ist das Fluss selbst zu erwähnen. Ja, er ist total Blau. Eine beeindruckende Mischung auf kristallklar und tiefblau. Neben dem Campingplatz gibt es eine Art natürliches Schwimmbad, wo der Fluss sehr breit ist und sehr langsam fließt. Es war zu kalt zu schwimmen, aber wunderschön anzuschauen. Man konnte etwa 2m tief den Grund sehen (obwohl es schwer war, zu sagen wie tief das Wasser war, weil es eben soo klar war). Wunderschön:)
Da ich freitags keine Uni habe, haben meine Ferien schon begonnen. Heute Abend geht es zum Lampion-Lauf. Das wird wohl so Ähnlich wie St.Martin bei uns, nur das alle Lampen Blau-Weiß-Rot sind. Morgen ist dann "DER" 14. Juli, also der Nationalfeiertag. Vielleicht gehen wir zur Militärparade. Wenn das Wetter hält stehen am Wochenende Stand-Up-Puddle und ein Pick-Nick auf einer Ilôt an.
Ich schick' euch Sonneund an die Studenten ganz viel Motivation:)
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